Käpt'n Klauke und das Meer

Aktualisiert: Feb 22


Urlaub am Meer ging immer so: rauschende Wellen, sandige Strände, prickelnde Brisen, einladende Fisch-Imbisse und chillige Strand-Buden, in und vor denen es auch Fischsuppe und Chardonnay gibt – und natürlich: schwimmen.

So war das hier aber scheinbar nicht. Ein erster Erkundungsspaziergang in dem charmanten Insel-Kaff ergab: statt Wasser ganz viel Watt, am Strand ein Café und im Ort – nichts!

„Hier ist alles Bäääck to Earth. Doooown shiften. Sie verstehen?“, munterte unverhofft ein saloppes Kerlchen in bunter Bermudashort und weißem Shirt auf.

Offenbar hatte er das Fragezeichen in meinem Gesicht entdeckt.

„Käpt’n Klauke“, stellte er sich vor. „Zum ersten Mal hier. Dann kommen Sie mal mit.“

Tat ich auch und landete in einem Fischgeschäft, einem Tante-Emma-ähnlichen Laden mit großem Schaufenster und einer Wohnzimmerecke. Hinter und vor der Verkaufstheke residiert Käpt’n Klauke. Und eigentlich ist der Laden ein kleines Restaurant wegen der Wohnzimmer-Polstergarniturecke und den Holzstühlen draußen. Jedenfalls: seine Bühne, auf der er zwischen Rotbarben, Matjes, Seewolf, Fischbrötchen und Kartoffelsalat zum Entertainer wächst.

Die Menschen in der Warteschlange amüsieren sich köstlich und finden Warten auf einmal wunderbar, wenn ihnen der Käpt’n erklärt wie das auf dieser speziellen Insel läuft mit „Bäääck to Earth“ und „Doooown shiften“.

Genau das hat übrigens super funktioniert.

Und das Meer kam auch noch - bei Flut.

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