Potthucke? Ist ein Gassenhauer

Aktualisiert: Feb 22


In jeder Region gibt es kulinarische Gassenhauer. Meistens sind sie sehr speziell, haben schelmisch-dubiose Namen und schmecken auch immer nur in der jeweiligen Region. Kein Mensch kommt schließlich auf die wahnwitzige Idee in München Labskaus zu ordern oder umgekehrt in Buxtehude Knödel. Ein echter Klassiker im Sauerland ist die Potthucke. Lange Zeit war das ein Arme-Leute-Essen. Heute hat „das was im Topf hockt“ Einzug in die Gasthöfe der gehobenen Kategorie gehalten. Die Potthucke ist hoch effizient, weil man sie einmal kocht, aber viele Tage in verschiedenen Ausprägungen essen kann. Direkt aus dem Ofen, ausgekühlt mit Apfelmus zwischendurch oder als daumendicke Scheiben in Butter gebraten. Das allseits beliebte Rübenkraut wird gerne obendrauf gestrichen.

Potthucke: Einkaufsliste für 4 Personen

100 g durchwachsener Speck (Mettwürste gehen auch),

600 g gekochte Kartoffeln,

2 Eier,

120 ml Sahne,

Salz, Pfeffer, Muskat,

Paniermehl, etwas Butter,

frischer Schnittlauch, Rübenkraut.


Pack’s an

Ein Drittel der Kartoffeln garen, dann pellen, dann kalt werden lassen, dann durch eine Kartoffelpresse quetschen. Die restlichen rohen Kartoffeln schälen, waschen und raffeln.

Speck würfeln bzw. die Mettwurst in Scheiben schneiden und in etwas Butter anbraten.

Backofen auf 200 Grad.

Die gequetschten Kartoffeln zusammen mit Speck bzw. Mettwurstscheiben, Eier und Sahne in eine Schüssel geben. Die rohen Kartoffeln mit einer Reibe dazu raspeln. Alles ordentlich durchmischen.

Eine Auflaufform mit Paniermehl bestreuen. Die Mischung einfüllen. Ab damit für eine Stunde in den Ofen. Dann etwas abkühlen lassen. Anschließend dicke Scheiben abschneiden und in einer Pfanne in Butter von beiden Seiten leicht anbraten.

Ist sozusagen Sauerland-Slow-Food.


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